Alina Cara Beyer · @alinacarabeyer

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https://alinacara-beyer.com/unsicher-in-der-eigenen-stadt/. Jeder weiß, wie wichtig der erste Eindruck ist. Das gilt für Menschen – und das gilt für Städte. Eine Stadt ist die Visitenkarte eines Landes. Wer akzeptiert, dass Bahnhöfe nach Urin riechen und Plätze vermüllen, sendet die Botschaft: Uns ist egal, wie wir leben. Genau deshalb verstehe ich nicht, warum es viele Politiker in Deutschland offenbar nicht interessiert, unter welchen Bedingungen Bürger ihren Alltag bestreiten. Wir sollen den öffentlichen Nahverkehr nutzen, aber in vielen Bahnen riecht es nach Urin. Vor Bahnhöfen liegen Drogenabhängige und Obdachlose, dazwischen Taubenkot und Müll. Mich belastet das. Noch schlimmer ist aber, dass diese Probleme immer häufiger eskalieren: Messergewalt, Clan-Kriminalität und Radikalisierung. Erst wenn man Deutschland verlässt, merkt man, dass diese Zustände nicht normal sind. Darüber habe ich ein Buch geschrieben. Mehr als ein Jahr lang habe ich recherchiert und jede freie Minute genutzt, um Orte zu besuchen, an denen vieles besser funktioniert. Oft sind es schon kleine Maßnahmen, die einen spürbaren Unterschied machen. Wenn wir die Probleme jedoch wirklich grundlegend lösen wollen, müssen wir uns auch den großen Themen stellen: Migration, Gesetze und Finanzen.