ใ€Š๐ƒ๐ˆ๐„ ๐€๐๐๐Š๐”๐๐…๐“ใ€‹| ๐Ÿ˜ญ๐Ÿฅ€ ๐ˆ ๐‚๐€๐Œ๐„ ๐‡๐Ž๐Œ๐„ โ ๐ƒ๐ˆ๐„๐’๐„๐‘ ๐„๐ˆ๐๐„ ๐Œ๐Ž๐Œ๐„๐๐“, ๐•๐Ž๐ ๐—š๐—ฒ๐—ฏ๐—ผ๐—ฟ๐—ด๐—ฒ๐—ป๐—ต๐—ฒ๐—ถ๐˜ โž 1999 starb meine Mutter. Ich war neun Jahre alt. Und es fรผhlte sich an, als hรคtte ich an diesem Tag auch meinen Vater verloren. Nicht, weil er mich nicht liebte. Sondern weil sie die Liebe seines Lebens war. Als sie ging, zerbrach etwas in ihm. Er lebte weiter, aber er war nicht mehr derselbe, seine Seele starb mit ihr. Heute gebe ich ihm dafรผr keine Schuld. Ich weiรŸ, dass auch er an diesem Verlust zerbrach. Doch damals blieb ein neunjรคhriger Junge zurรผck. Allein in einer Welt, in der plรถtzlich jeder Halt fehlte. Seit diesem Tag trug ich einen einzigen Wunsch in mir: Dass mein Vater mich nur einmal fest in seine Arme nimmt. Ohne Erklรคrungen. Ohne Abstand. Ohne dass ich stark sein muss. Nur so lange, bis ich endlich spรผre: Ich bin nicht allein. Ich bin sicher. Ich bin angekommen. Dieser Moment ist nie geschehen. Darum ist diese Szene keine Erinnerung. Sie ist ein Wunsch, dem ich nach all den Jahren endlich ein Bild gegeben habe. Wenn ich durch dieses Mohnfeld auf den Dรคmon zulaufe, laufe ich nicht auf das Bรถse zu. Der Dรคmon war nie der Bรถse. Er war der, der mir Halt gab, als kein Halt mehr da war. In meinen schwersten Zeiten. Und auch in meinen guten. Er ist ich. Ich bin er. Wir sind eins. Die Mohnblumen tragen die Erinnerung an meine Mutter und meine Kindheit. Die Umarmung trรคgt den Wunsch nach meinem Vater. Und wenn dem Dรคmon diese eine Trรคne รผber das Gesicht lรคuft, dann weint dort kein Monster. Dann weint der Teil von mir, der fast 27 Jahre lang stark sein musste. Nicht aus Schwรคche. Sondern weil selbst der stรคrkste Teil von mir in diesem einen Moment endlich loslassen darf. Und als mein Dรคmon mich hรคlt, hรคlt der Mann, der ich heute bin, zugleich den neunjรคhrigen Jungen, der damals allein zurรผckblieb. In diesem Moment habe ich verstanden: Angekommensein ist kein Ort. Es ist der Moment, in dem dich jemand so festhรคlt, dass du nicht mehr kรคmpfen musst. Nicht mehr suchen musst. Nicht mehr allein bist. Sieben Stunden Arbeit. Zwรถlf Sekunden Film. Fast 27 Jahre Sehnsucht, verdichtet in eine einzige Umarmung. Vielleicht seht ihr nur einen Menschen und einen Dรคmon. Ich sehe das Zuhause, nach dem ich seit 1999 gesucht habe. Doch diese Umarmung ist grรถรŸer als meine eigene Geschichte. Denn wรคre die Welt nur fรผr einen einzigen Moment wie diese Umarmung, ohne Hass, ohne Verurteilung und ohne Angst voreinander, dann mรผssten wir uns nicht mehr bekรคmpfen. Wir wรผrden aufeinander zulaufen. Wir wรผrden einander festhalten. Und statt nach Unterschieden zu suchen, wรผrden wir endlich erkennen, dass wir alle nur dasselbe suchen: Liebe. Halt. Ein Zuhause. Vielleicht beginnt Frieden genau dort: In dem Moment, in dem wir aufhรถren, gegeneinander zu kรคmpfen, und anfangen, einander zu halten. Wรคre die ganze Welt nur fรผr einen Augenblick wie dieser Moment โ€ฆ dann gรคbe es keinen Hass mehr. Nur Frieden. I CAME HOME. ๐Ÿ–ค Euer Demon . . . #ICameHome #DarkAesthetic #innerdemons #DarkFantasy #BrokenSoul