ARD Team Recherche · @teamrecherche

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Geschlagen, beleidigt und gedemütigt – in der eigenen Wohnung? Der Berliner Sänger Leopold verabredet sich über die queere Dating-App Grindr zu einem Treffen in seiner Wohnung. Wenig später, erzählt er, hätten plötzlich zwei Männer vor ihm gestanden. Sie hätten ihn geschlagen, gefilmt und sein Konto leergeräumt. „Ich habe mich so erniedrigt gefühlt", sagt er. Die Ermittlungen zu seinem Fall laufen noch. Immer wieder enden Dates über queere Dating-Apps in schwerer Gewalt, und die meisten dieser Taten werden nie angezeigt: Laut BKA haben sich die Anzeigen zu queerfeindlichen Straftaten in den vergangenen Jahren nahezu verzehnfacht.  Dabei geht einer EU-Befragung zufolge nur ein von zehn Opfern überhaupt zur Polizei.  Die Queerbeauftragte der Bundesregierung, Sophie Koch, fordert eine bundesweite Meldestelle für queerfeindliche Übergriffe, um diese besser zu erfassen. Die ist aktuell nicht geplant, aber das Bundesinnenministerium hat laut eigenen Angaben eine „Handreichung“ für Polizeidienststellen erstellt – also eine schriftliche Anleitung oder Hilfestellung. Die soll dazu beitragen, dass queerfeindliche Straftaten einheitlicher erfasst werden können. Ein Post des SWR nach einer Recherche von Team Recherche: Die ganze SR-Doku „Jagd auf Schwule - Wer steckt hinter den Fake-Dates?“ findet ihr in der ARD Mediathek. #TeamRecherche #Queerfeindlichkeit #Hass #LGBTQ